22. Mai 2014

Leonard Sommer als Sprecher bei den Cannes Lions

Wir freuen uns! Die Ergebnisse unserer Initiative „CLASSROOM THINKTANK“ werden bei den diesjährigen Cannes Lions von unserer Rechten Gehinrhälfte vorgestellt. In Kooperation mit der Berlin School of Creative Leadership ist Leonard zwei Jahre einer Frage nachgegangen: „Wie kann Kreativität in der Schule gefördert werden – was kann das Bildungssystem von der Kreativindustrie lernen? Im Rahmen der umfangreichen Studie von SOMMER+SOMMER wurden mehr als 100 Kreative und Vordenker in 35 Ländern befragt. Das Ziel: Inspirationen und am Ende eine Strategie für neue Rahmenbedingungen an Schulen im 21. Jahrhundert zu liefern. Mit dem Projekt ‚Classroom Think Tank‘ wollen wir interessante Ideen von Persönlichkeiten aus der Kreativwirtschaft sammeln und überprüfen, wie sie auch in der Schule zum Einsatz kommen könnten.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse sowie die gemeinsame Arbeit an konkreten Ideen für neue Methoden und deren Umsetzung an Schulen wird dann beim Cannes Werbefilmfestival stattfinden: Wir laden Kreative zum Workshop „Creative Thinktank“. Der findet am 20. Juni in Cannes statt. Im Anschluss werden alle Ergebnisse online unter thinktank.sommer.sommer.com veröffentlicht.

So viel sei aber schon einmal verraten: Es werden Ideen gesucht, die eine Lernumgebung fördern, in der Kreativität gedeihen kann; Wege, die angeborene Neugier aller Lernenden in Lerneifer umzusetzen und sie zum Entdecken einzuladen. Wie eine neue Lehrkultur und ein neues Lehrerbild dazu beitragen können, ist ebenfalls Gegenstand des Workshops.

Was Leonard Sommer antreibt, sich des nicht unmittelbar mit der Werbebranche verbundenen Themas zu widmen, hat er letzte Woche gegenüber W&V Online verraten: „Unsere Schulen sind nicht darauf vorbereitet, die nächste Generation heranzubilden. Das kreative Potenzial jedes Einzelnen zu entwickeln wird immer wichtiger. Kreativität ist wesentlicher Wertschöpfungsfaktor innerhalb der neuen Wirtschaftsformen des Innovationszeitalters“. Leider aber sei innerhalb der starren Grenzen traditioneller Bildung „nur wenig Spielraum für normbrechendes Denken“. Und das, wo die kommende Generation seiner Meinung nach „vor allem darauf vorbereitet werden muss, die unbekannten Probleme der Welt zu lösen – nicht die, die wir schon kennen. Schulen haben hier aus unserer Sicht Möglichkeiten, die sie aufgrund des antiquierten Systems nicht ausschöpfen können.“ Das bestätigt die Befragung von Sommer+Sommer: Zwei Drittel der Befragten halten die Schulformen ihrer Länder für nicht zukunftstauglich. 85 Prozent geben an, Kreativität werde im Bildungssystem unterdrückt oder spiele eine untergeordnete Rolle. Und das auf der Schwelle zu einer Ära, in der Wertschöpfung nicht mehr durch Produktion erzielt wird, sondern Kreativität die wichtigste menschliche Ressource sein wird. US-Autoren wie David Pink, Ken Robinson und Cathy Davison identifizieren daher – ebenso wie Sommer – kreatives Denken, Empathie und Teamwork als Schlüsselqualifikationen für morgen. Und die lernen die klugen Köpfe der Zukunft heute nicht an der Schule.